Grüner LAbg. Scheinast fordert Ausbau der Nachtzüge

ÖBB Nachtzug
Immer mehr Menschen wollen für das Klima weniger fliegen. Das könnte die Chance für ein bereits totgesagtes Verkehrsmittel sein: den Nachtzug. Den Ausbau des europäischen Nachtzugsystems fordern nun die Grünen – ein entsprechender Antrag wird morgen, Mittwoch, im Landtag behandelt: „Wir wollen das Comeback des Nachtzugs in Europa. Nicht aus Nostalgie, sondern weil ein modernes europäisches Nachtzugnetz eine attraktive Alternative zum europäischen Flugverkehr sein kann“, erklärt LAbg. Josef Scheinast, Verkehrssprecher, die Initiative.
Nachtzug kann mit dem Flieger preislich meist nicht mithalten
Derzeit sorgt eine Kombination von bahnfeindlichen Rahmenbedingungen, verfehlter Verkehrspolitik und eine klimafeindliche Steuerpolitik dafür, dass Zugfahren für viele wenig attraktiv ist. Für die Bahn herrscht derzeit ein unfairer Wettbewerbsnachteil: So wird etwa bei Flugtickets ins Ausland keine Mehrwertsteuer fällig – bei Bahntickets dagegen noch immer der volle Steuersatz von 20 Prozent. Ebenso muss die Bahn eine Eigenstromsteuer zahlen während für Kerosin nicht einmal die Mineralölsteuer fällig wird. „Wir müssen endlich aufhören, klimaschädliches Handeln zu subventionieren und stattdessen beginnen, klimafreundliches zu belohnen: Ein Fahrgast im Nightjet verbraucht 31 Mal weniger klimaschädliches CO2 als beim Fliegen auf der gleichen Strecke.“ Als Zeller GRÜNE wünschen wir uns eine Nachtzugverbindung über die Bahnstrecke durch den Pinzgau. Das leidige Problem höchst mangelhafter Nachtverbindungen von Salzburg nach Zell wäre damit beseitigt.

Univ.-Prof. Heribert Insam auf Besuch in Zell am See

Heribert Insam und Fidelius Krammel

Heribert Insam und Fidelius Krammel auf dem Zeller Stadtplatz.

Wissenschaftlichen Besuch aus Innsbruck hatten die Zeller Grünen. Heribert Insam, geborener Zeller, Universitätsprofessor für Mikrobiologie und Leiter des universitären Instituts für Mikrobiologie in Innsbruck, berichtete über die Erderwärmung und neue Mobilitätskonzepte, auch auf Basis von Biomethan. Seine Mission ist, auch den Skeptikern des Klimawandels wissenschaftliche Fakten zu erklären. Aus diesem Grund bewirbt sich Insam als Innsbrucker Spitzenkandidat für den Nationalrat und hofft, dass die Grünen dort zu alter Stärke zurückkehren. Besonders positiv ist Insam aufgefallen, dass in Zell am See unter tatkräftiger Mitwirkung der Grünen neue verkehrsberuhigte Zonen errichtet werden sollen und dass in Zell am See neuerdings die Grünen für die Raumordnung zuständig zeichnen.
Auch die Idee einer Straßenbahn nach Kaprun und die mögliche Elektrifizierung der Pinzgaubahn sieht er als zukunftsweisende Konzepte.
Prof. Insam hofft auf einen starken Wiedereinzug der Grünen in den Nationalrat, da nur so der Klimaschutz das nötige Gewicht erreichen kann.

Bericht aus dem Kulturausschuss

Vielleicht ist Ihnen die Baustelle im Vogtturm bereits aufgefallen, und Sie haben sich gefragt, was hier schon wieder gebaut wird. In den Räumlichkeiten des historischen Vogtturms und in den angrenzenden Räumen der Spänglerbank entsteht ein neues, modernes Heimatmuseum. Wir dürfen uns freuen, schon bald ein Museum in Zell am See zu haben, das den Erkenntnissen einer zeitgemäßen Museumspädagogik voll und ganz entspricht.

Zell am See wird heuer erstmals an der langen Nacht der Museen teilnehmen. Am 5. Oktober können Sie mit einem regionalen Ticket um € 6.- folgende Veranstaltungsorte besuchen: Schmittenhöhebahn Gipfelmuseum & Casino Zell am See, FREGES, Stadtgemeinde Zell am See, Ferry Porsche Congress Center, Pinzgauer Lokalbahn & Flugplatz Zell am See und Nationalparkwelten Mittersill.

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