Landespolitik plant gewaltigen Murks im Wohnbau

Buildings sketch

Die Landespolitik will mit einer befristeten gesetzlichen Sonderregelung einen kostengünstigen Wohnbau ermöglichen. Das ist sicher gut gemeint, in der Umsetzung wäre der vorliegende Entwurf aber ein Horror sondergleichen.

Im Wesentlichen zielt das Gesetz auf kleinere Zwei- bis Dreizimmer Wohnungen, gedacht als Einstiegswohnungen für junge Menschen. Allerdings sind wieder nahezu die Hälfte als Eigentumswohnungen möglich, was späteren Spekulationsverkäufen Tür und Tor öffnet.

Besonders schlimm ist aber der Verzicht auf Barrierefreiheit, man meint wohl, für jüngere Menschen wäre das kein Thema. Das ist schon eine höchst fragwürdige Haltung, niemand kann sich sicher sein, durch einen Unfall oder durch eine Erkrankung von einem Tag auf den anderen die Mobilität zu verlieren. Ebenso werden junge Menschen von diesem Wohnungsangebot ausgeschlossen, die vielleicht schon von Geburt an in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Für uns als GRÜBL ist das ein ausgesprochenes No-Go. Da hilft es auch nicht, wenn man vorschreibt, dass ein nachträglicher Lift-Einbau möglich sein muss. Wer kommt denn dann für die Kosten auf, wenn sich bei einer Person ein plötzlicher Bedarf ergibt.

In den Wohnungen soll auch auf Abstellräume verzichtet werden, auch Abstellflächen für Kinderwagen, Rollstühle, Fahrräder und Fahrradanhänger müssen nicht berücksichtigt werden. Besonders schlimm und raumordnerisch fatal ist auch die Möglichkeit einer problemlosen Inanspruchnahme von Grünland. Alles in allem, ein furchtbarer Murks.