Bodenversiegelung beschleunigt Artensterben

Bienenweide

Unsere Bienen sind nicht nur durch Glyphosat gefährdet, sondern auch durch eine hemmungslose Bodenversiegelung.

Im Land Salzburg werden täglich ganze Fußballfelder geopfert, versiegelt, zubetoniert, asphaltiert. Die Folgen sind ernste Umweltschäden und immer weniger Lebensraum für bedrohte Arten, insbesondere auch für Bienen. Nun kommt von der Versicherungswirtschaft ein deutlicher Aufschrei, an den ständig zunehmenden Hagelschäden lässt sich nämlich ermessen, welche Folgen diese Zerstörungswut hat.

Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung sagt: “In den letzten zehn Jahren habe man im Durchschnitt pro Jahr 0,5 Prozent der Agrarflächen zubetoniert. Und wenn wir jetzt so weitertun, dann haben wir in 200 Jahren hierzulande keine Äcker und Wiesen mehr“ (Zitat nach ORF-online).

Das wäre eigentlich Grund genug für die Landesregierung, höchst unsinnige Straßenprojekte endlich aufzugeben. Ein Musterbeispiel für den verantwortungslosen Umgang mit der Natur ist die geplante Umfahrungsstraße in Schüttdorf. Wieder sollen für ein Straßenprojekt, das erwiesenermaßen niemand braucht, hektarweise Grünland und rund 20 Steuermillionen verschwendet werden.

Werner Hörl – aus dem Rathaus

© Grüne Salzburg/Bergauer

Bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurden unter anderem folgende Punkte besprochen:

 

Rund ums Tauernklinikum wurden aus rechtlichen, finanziellen, organisatorischen und historischen Gründen mehrere Tochtergesellschaften gegründet, in denen zum Großteil die Stadtgemeinde Zell am See zu 100% Eigentümerin ist. Die Organisationsstruktur wurde verändert, scheinbar um die Situation zu vereinfachen. Wir sehen allerdings noch nicht alle Punkte geklärt, so ist beispielsweise ein Rechtsstreit betreffend die Radiologie-Praxis am Laufen, daher haben wir uns bei der Abstimmung betreffend der neuen Organisationsstruktur der Stimme enthalten.
Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass das Land für die Gesundheitsversorgung hauptverantwortlich ist. Denn das Land gibt gesetzliche Grundlagen vor, ohne dass die Stadtgemeinde überhaupt ein Mitspracherecht hat. Deshalb sind wir durchaus skeptisch, dass Zell am See immer mehr Bereiche in stadteigene Gesellschaften übernimmt.


Im Bauausschuss wurde schon besprochen und folglich beschlossen, dass es keine Ausnahmen für Bebauungen im Grünland, keine Ausnahmen für Bebauungen im Bereich des Sees und daher keine Ausnahmen im Seeuferkonzept gibt und geben wird.


Zell am See soll (wie andere Gemeinden auch) eine Kostenbeteiligung für eine Lawinenverbauung im Bereich Weißbach – Saalfelden übernehmen, um die Straße auch in extremen Wettersituationen offenhalten zu können. Wir haben mit den anderen Parteien dafür gestimmt, gleichzeitig aber auch gefordert, endlich die einzige Bahn-Verbindung nach Salzburg im Bereich Pass Lueg lawinensicher auszubauen.


Wir haben außerdem angeregt, eine eigene Sitzung über konkrete Klimaschutzmaßnahmen in und für Zell am See einzuberufen. Die Reaktionen darauf waren verhalten.

Wir fordern einen Neubau der Musik-NMS

Eingang NMS Zell am See

Sanierung ist dringend erforderlich

Das Gebäude der Musikmittelschule und der Volksschule Zell am See muss dringend saniert werden.  Angedacht ist ein Umbau am Bestand, wir lehnen eine Umbaulösung aber wegen der unvertretbar hohen Kosten ab.

Die Erfahrung zeigt, dass ein Neubau den Anforderungen immer besser entspricht und überdies kostengünstiger ist. Grundsätzlich bieten sich zwei Möglichkeiten an: Der Standort bleibt gleich, der Bestand wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Diese Variante erfordert eine Container Lösung für die Bauzeit. Eine andere Möglichkeit wäre, die Musikmittelschule in Schüttdorf neu zu errichten, als Standort wäre das Areal nördlich des Sportplatzes des Schulzentrums geeignet. In diesem Fall könnte der Unterricht am Standort bis zum Ende der Bauzeit problemlos weitergeführt werden. Wir wünschen uns eine sorgfältige Diskussion über die Für und Wider in der Standortfrage, einen Umbau lehnen wir aber entschieden ab.

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