Sportstadt Zell am See

Mountain Biker auf Berg
Im Sommer war in Zell am See so viel los wie gefühlt nie zuvor. Covid 19 bedingt, viele junge Deutsche und Niederländer.
Es wäre schön, wenn von diesen aktiven Urlaubern ein gewisser Prozentsatz wiederkommt, d
ie arabischen Gästen lösen nicht immer ungeteilte Begeisterung aus. Nur, man muss den aktiven Urlaubern auch etwas bieten. Baden, Tretboot fahren und Wandern ist ja etwas wenig.
Wenn man gefragt wird, wie man mit dem Rad auf die Schmitten kommt, lautet die Antwort, überhaupt nicht, da das Fahren dort verbo
ten ist.
Die Forstautobahn wird nur von LKW und Geländewagen der Jäger und des Liftbetreibers benutzt, die dafür hinter Spiegelbrillen sitzend mit hoher Geschwindigkeit die Wanderer in Staubwolken einhüllen.
Man kann nur in Thumersbach die Richtung Hundstein anbieten, etwas wenig … Andere Orte sind uns da weit voraus, und die haben auch Hotels.
Sportstadt Zell am See? Nein, Stadt der Waldwirtschaft und Jäger.

Sicherheitsrisiko durch den Bau der Belastungsstraße

Visualisierung B168a

Durch den Bau der umstrittenen neuen Umfahrung Schüttdorf, der B168a wird das Zellermoos komplett von Zell am See und den nahe gelegenen Infrastruktureinrichtungen (Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, Kindergärten und Schulen, Nahversorgern etc.) abgetrennt. Zur Minderung der Trennwirkung und Aufrechterhaltung der Wegebeziehung wurde daher vom Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 6 die Planung einer gemeinsamen Fußgänger- und Radwegunterführung in Auftrag gegeben.

In der Vorbegutachtung wurden zahlreiche Einsprüche gegen das Straßenprojekt in der Stadtgemeinde Zell am See eingebracht. Allerdings hat die Stadtgemeinde Zell am See auf diese Einsprüche bis heute in keiner Weise reagiert und diese auch nicht im Verkehrsausschuss behandelt.

In der letzten Gemeindevertretungssitzung des Jahres 2020 wurde gegen die drei Stimmen der GRÜBL der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im „Gewerbegebiet Flugplatz“ abgeändert und die bisher als Grünland bzw. Gewerbe- und Baugrund gewidmeten Grundstücke für die Trasse der neuen Umfahrung B168a als Verkehrsfläche umgewidmet.

Mit der Änderung des Bebauungsplanes wurde weiters die zur Querung der Umfahrungsstraße im Straßenabschnitt Ebster – TechnoZ geplante Rad- und Fußwegunterführung durch einen einfachen, planebenen Übergang mit Bedarfsampel ersetzt.

Die GRÜBL befürchtet, dass die schwächsten, aber klima- und umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmer, die Radfahrer und Fußgänger, dadurch buchstäblich „unter die Räder“ kommen werden, denn:

  • Die B168a ist eine hochrangige Landesstraße, auf der auch innerhalb des Ortsgebietes höhere Geschwindigkeiten als 50 km/h erlaubt und sogar erwünscht sind.
  • Der Übergang kreuzt die B168a in einem unübersichtlichen Kurvenbereich mit Lärmschutzwand.
  • Im Kreuzungsbereich mit der B168a treffen unterschiedliche Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten (LKW, PKW, Radfahrer und Fußgänger) aufeinander.
  • Der Übergang muss auch von Familien mit Kleinkindern, Schülern, Personen mit eingeschränkter Mobilität, den Benutzern des Tauernradweges etc. gleichermaßen benutzt werden.
  • Der Übergang muss zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch bei erschwerten Umweltbedingungen und Bodenverhältnissen (Dunkelheit, Regen, Schnee und Eis) benutzt werden.

Die GRÜBL stellt sich die Frage, ob eine derartige Querung einer neu zu errichtenden, hochrangigen Straße mitten im Stadtgebiet für alle Verkehrsteilnehmer den erforderlichen Sicherheitsstandard erfüllen kann und der Bevölkerung der Wohnsiedlung Zellermoos sowie allen Benutzern des Tauernradweges usw. auch tatsächlich zugemutet werden kann.

 

Was macht der Zeller Gestaltungsbeirat?

Plan wird gezeichnet

Wenn man vom Eichenhof auf Zell am See hinunterblickt, erinnert man sich gerne an: „Zell am See die schönste Stadt der Welt“, nur näher hinsehen darf man dabei allerdings nicht!

Auf dem Weg über die Dr. Müller Promenade Richtung Schmitten Talstation, traut man seinen Augen nicht und fragt sich, wie ist so etwas möglich. Was man da an Bausünden und architektonischem Wildwuchs sieht, spottet jeder Beschreibung. Die einzige Vorgabe dürfte „modern“ lauten, ob das in die Landschaft oder zu den Häusern in der Nachbarschaft passt, ist völlig gleichgültig.

Die Politik leistet sich ein Feigenblatt namens Gestaltungsbeirat und da kann man dann bei einem Bauvorhaben so etwas lesen:

„…Die Außengestaltung des Gebäudes orientiert sich am architektonischen Charakter des Ortes. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat der örtlichen Baubehörde entwickelt…“

Die Wirklichkeit sieht seit Jahren anders aus, und wer die Schweiz und Südtirol kennt, weiß, es geht auch anders. Wir wünschen uns eine Neubesetzung des Gestaltungsbeirats und hoffen, damit positiven Vorbildern endlich näher zu kommen.

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